Fallstudie: 10 % Einsparungen bei den Betriebsmitteln durch gezielte Bekämpfung lokaler Distelfelder im Maisanbau
Bayerische StaatsgüterDie Bayerischen Staatsgüter setzten eine Kombination aus Drohnenerkundung und der Spot-Sprühtechnologie „ BBLeap “ ein, um vereinzelte Distelbestände in einem 18,9 Hektar großen Maisfeld gezielt zu bekämpfen. Durch die vorherige Kartierung der Unkrautverteilung beschränkte sich der Herbizideinsatz ausschließlich auf die betroffenen Bereiche, anstatt die gesamte Anbaufläche flächendeckend zu besprühen. Dieser gezielte Ansatz reduzierte den Chemikalienverbrauch und die Kosten um 95 %, wodurch 901,50 € eingespart und gleichzeitig der Stress für die Pflanzen sowie die Umweltbelastung minimiert wurden.
Fakten zum Bauernhof
Bayerische Staatsgüter
Landwirt: Simon Löfflad
Standort: Point, Bayern, Deutschland
Hauptanbaukulturen: Mais, Winterweizen, Sommer- und Wintergerste, Triticale, Raps und Sojabohnen
Gesamtfläche des Betriebs: 370 Hektar
Fläche der Fallstudie: 18,9 Hektar
Spritzgerät und Auslegerbreite: John Deere 840i (4000 l, 24 m Auslegerbreite) aus dem Jahr 2006
BBLeap Lösung: LeapBox, LeapSpace, LeapMap
Anwendungsschwerpunkt: Disteln im Mais
Sehen Sie sich das „ BBLeap “-System in Aktion an
In diesem Video sehen Sie, wie die Bayerischen Staatsgüter Drohnenkartierung mit dem „ BBLeap “-System kombinieren, um Disteln im Mais gezielt zu bekämpfen. Durch die Nachrüstung ihrer 20 Jahre alten John-Deere-Spritze können sie nun Pflanzenschutzmittel mit einer äußerst präzisen Auflösung von 25 × 25 cm ausbringen. Dabei werden nur die befallenen Stellen behandelt, anstatt das gesamte Feld flächendeckend zu besprühen. Das Ergebnis: 95 % weniger Chemikalieneinsatz, Einsparungen von 901,50 € auf einem einzigen Feld und eine gesündere Ernte.
Die Herausforderung: Bekämpfung von Distelbeständen im Mais
Disteln im Mais kommen in der Regel eher in vereinzelten Beständen vor als gleichmäßig über das gesamte Feld verteilt. Trotz dieser Bestände bleibt zwischen den einzelnen Pflanzen viel Platz, der nicht gespritzt werden muss. Dennoch ist die gängige Vorgehensweise nach wie vor eine gleichmäßige Herbizidausbringung auf dem gesamten Feld.
Diese Ausbringungsmethode führt zu hohen Kosten für Chemikalien, einer unnötigen Belastung der Umwelt und dazu, dass Herbizide auf Maiskulturen ausgebracht werden, die keiner Behandlung bedürfen. Bei einem Standardpreis von 50 € pro Hektar für Effigo war die flächendeckende Besprühung des gesamten 18,9 Hektar großen Feldes zur Bekämpfung einiger weniger Distelflächen sowohl wirtschaftlich ineffizient als auch agronomisch nicht optimal.
Die Innovation: Kartierung per Drohne und punktgenaues Sprühen
Simon kombinierte Drohnenintelligenz mit präziser Ausbringung. Vor dem Sprühen wurde das Feld mit einer DJI Enterprise 4E-Drohne erkundet. Die Bilder wurden mit PhenoInspect verarbeitet, das die Distelbestände erkennt und eine hochpräzise Karte erstellt ( Applikationskarte). Diese Karte wird über LeapSpace direkt an die Sprühmaschine übertragen. Das „ BBLeap “-System setzt diese Daten dann in Maßnahmen um und stellt so sicher, dass Effigo nur die tatsächlichen Distelbestände trifft, während der Rest der Maiskultur unbehandelt bleibt.
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Präzise Erkennung: Anstatt zu raten, kennt Simon den genauen Standort und die Größe jedes Distelbeets, bevor er den Sprühtank befüllt.
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Punktgenaues Sprühen mit LeapBox und LeapMap: Das System schaltet einzelne Düsen nur dort ein, wo die „ Applikationskarte “ Disteln anzeigt.
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Vorhersehbarer Produktverbrauch: Da der „ Applikationskarte “ die genaue Fläche der Flecken im Voraus berechnet, ist die benötigte Produktmenge bereits vor Beginn der Arbeiten bekannt. Dies verhindert Verschwendung und senkt die Materialkosten erheblich.
Reduzierung des Aufwands und finanzielle Einsparungen
Simon ist bestrebt, Herbizide nur dort einzusetzen, wo sie benötigt werden, um sowohl aus finanzieller als auch aus ökologischer Sicht Chemikalien einzusparen. Durch Investitionen in Drohnenerkundung und Präzisionssprühung wird die Unkrautbekämpfung als Teil der täglichen Arbeit auf dem Betrieb geplant und durchgeführt. Auf diesem Feld beliefen sich die Einsparungen auf 95 % der Chemikalien und Kosten.
| Pflanzenschutzmittel | Referenz (Rundfunk / Standard) | Field Reality (BBLeap ) |
|---|---|---|
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Effigo (Herbizid) |
50,00 € / ha | 50,00 € / ha * |
| Gesamtkosten pro Hektar | 50,00 € / ha | 2,30 € / ha * (bezogen auf die Gesamtfläche des Feldes) |
| Gesamtinvestition (18,9 ha) | € 945.00 | € 43.50 * |
- Hinweis: Die Kosten für „Field Reality“ werden auf der Grundlage der tatsächlich behandelten/besprühten Fläche (0,87 ha) berechnet.
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:
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Reduzierte Sprühfläche: Von 18,9 ha wurden nur 0,87 ha behandelt, was einer Reduzierung der ausgebrachten Menge um 95 % entspricht.
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Hohe Genauigkeit: Durch punktgenaues Sprühen auf Basis von Drohnenkartierungen wird das Mittel präzise auf die Distelbestände aufgebracht.
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Finanzielle Auswirkungen: Allein in diesem Bereich ergibt sich eine direkte Einsparung von 901,50 € (eine Kostensenkung von insgesamt 95 %).
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Eine gesündere Ernte: Nur die Pflanzen in und um die Distelfelder herum wurden mit Herbizid behandelt, wodurch der Großteil der Maisernte vor unnötiger chemischer Belastung geschützt wurde.
Agrarwirtschaftlicher Ausblick und Zukunftspotenzial
Die Spritze ist in einem guten mechanischen Zustand, aber bereits 20 Jahre alt. Mit dem „ BBLeap “-System sind die Bayerischen Staatgüter in der Lage, hochauflösende Punktbesprühungen mit erheblichen Einsparungen durchzuführen. Um einen Einblick in den Unkrautbefall ihres Maises zu erhalten, werden diese kleinen Flächen auch in ihren anderen Kulturen angelegt. Mit den Erfahrungen aus diesem Jahr soll die Strategie in der nächsten Anbausaison auch bei anderen Kulturen in Betracht gezogen werden. Wenn diese Art der Herbizidausbringung auf insgesamt 370 Hektar durchgeführt wird, bedeutet dies eine enorme Einsparung bei den Chemikalienkosten und eine Entlastung der Umwelt.
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